Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
für die Stadtratsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen bitten wir folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Stadtratssitzung zu setzen.
Antrag: Der Stadtrat möge beschließen, zukünftig weder direkt noch indirekt Stellflächen für „Ponykarussell“-Attraktionen auf Herbst- und Maimarkt mehr zur Verfügung zu stellen.
Begründung: Ponykarussells sind mit dem Tierschutz aus unserer Sicht nicht vereinbar. Stundenlanges Laufen im Kreis, das Ertragen eines lauten Geräuschpegels und Lichteffekte der Fahrgeschäfte sind für diese empfindlichen Fluchttiere schädlich. Über zehntausend Landauer und Besucher des Maimarktes haben bereits vor Monaten eine entsprechende Unterschriftenaktion unterstützt und mit ihrer Haltung unterstrichen: Tiere sind keine Maschinen. Wir zweifeln nicht an, dass der Betreiber alle aktuellen tierschutzrechtlichen Auflagen erfüllt, die Tiere gepflegt sind und abseits der Attraktionen genügend Auslauf und Futter erhalten. Doch die Attraktion an sich, so „traditionell“ sie auch sein mag, entspricht nicht mehr unserem heutigen Bild von Tieren als leidensfähigen Lebewesen. Als Grüne schlagen wir deshalb vor, dass die übliche Aufstellung der Attraktion durch das vorenthalten einer Stellfläche nicht weiter von städtischer Seite ermöglicht wird. Im Interessensausgleich zwischen Betreibern und dem Tierschutz können wir uns aber eine Alternative vorstellen. Der Betreiber könnte in Kooperation mit der Stadt ein Konzept entwickeln, Ponyreiten im Schiller- oder Luitpoldpark anzubieten – weiter weg vom Lärm und dem Licht des Marktes und ohne das die Tiere ständig im Kreis laufen, und dieses Konzept im entsprechenden Ausschuss des Stadtrates vorstellen.
Lukas Hartmann
Verwandte Artikel
Änderungsantrag: Fachausschuss Mobilität nicht abschaffen
Änderungsantrag: Fachausschuss Mobilität nicht abschaffen
In einem offenen Brief haben sich fraktions- und parteiübergreifend Mitglieder des bisherigen Mobilitätsausschuss zu Wort gemeldet und sich für den Erhalt des Fachausschusses ausgesprochen. Diese Argumentation teilen wir unabhängig von politischer Ausrichtung und Positionierung zur Verkehrswende.
Bild: Mariia Becker
Keine Denkmäler für Förderer des Nationalsozialismus und Rassisten:Begleitende Kommunikationskampagne zu Straßenumbenennungen in Landau
Der Stadtrat beauftragt die Verwaltung eine öffentliche Kampagne zu starten, um Landauerinnen und
Landauer über die Gründe für die Umbenennung der Kohl-Larsen-Straße, der Hindenburgstraße und der Hans-Stempel-Straße zu informieren.
Mehr Tempo 30 in Landau
Die Chancen des neuen Straßenverkehrsrechts für Landau nutzen: Tempo 30 erhöht die Sicherheit im Straßenverkehr, reduziert Abgas- und Lärmemissionen und
vermindert den Durchgangsverkehr. Höhere Geschwindigkeiten führen häufiger zu Unfällen
und gravierenderen Unfallfolgen.