Starkregenvorsorge stärken: HydroZwilling nutzen

Foto: Screenshot HydroZwilling Rheinland-Pfalz hydrozwilling.rlp.de/

Eingereicht für den Stadtrat am 24.02.2026. Angenommen im Stadtrat am 24.02.2026.

Antrag

Die Verwaltung wird beauftragt bei der Umsetzung des Hochwasser- und Vorsorgekonzepts der Stadt Landau sowie bei den zukünftigen Projekten der Stadtentwicklung den HydroZwilling zu nutzen und Bürgerinnen und Bürger zur Stärkung der Eigenvorsorge auf die Möglichkeiten des HydroZwillings aufmerksam zu machen.

Begründung

Mit dem HydroZwilling Rheinland-Pfalz gibt es ein neues, innovatives System, mit dem sich konkrete Auswirkungen von Sturzfluten und Flusshochwasser am Computer simulieren und anschaulich in 3D visualisieren lassen. Der HydroZwilling steht sowohl Bürgerinnen und Bürgern als auch Kommunen und Fachbüros zur Verfügung. Mitarbeitende in den Verwaltungen oder auch der Feuerwehr können kostenlos einen Zugang beantragen und Schulungen nutzen. Mit dem HydroZwilling können dann fachliche Szenarien berechnet, verglichen und die Wirkung unterschiedlicher Maßnahmen analysiert werden. Bürgerinnen und Bürgern können in der Visualisierung nachvollziehen, wie sich ein Starkregenereignis unterschiedlicher Stärke auf die eigene Wohnumgebung auswirken könnte. Im Januar 2024 wurde im Stadtrat das Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept beschlossen. Aufgeteilt in 13 Bezirke wurden vergangene Ereignisse analysiert, Risiken ermittelt und Maßnahmen vorgeschlagen. Zur Umsetzung der Maßnahmen sollten die neuen Möglichkeiten der Simulation durch den HydroZwilling genutzt werden. Dies gilt insbesondere für die baulichen Maßnahmen.  

Auch bei Projekten der Flächen- und Bauleitplanung, der Stadtentwicklung oder bei städtischen Liegenschaften kann der HydroZwilling einen wertvollen Beitrag zum Schutz vor Überflutungsrisiken leisten und sollte stets in den Planungen Berücksichtigung finden. In den zuständigen Ausschüssen ist entsprechend zu berichten.

Zusätzlich zu den Maßnahmen durch die Stadt können und sollten Bürgerinnen und Bürger private Vorsorgemaßnahmen treffen. Die Simulation kann das Bewusstsein dafür schärfen. Entsprechend sollte die Stadt die neuen Möglichkeiten bekannt machen und kann in dem Zuge auch erneut auf das vorhandene Konzept und Merkblatt aufmerksam machen.