Die Schule geht wieder los. Das bedeutet für über 8.000 Schülerinnen und Schüler in Landau wieder mit Bus, Fahrrad, zu Fuß oder per „Eltern-Taxi“ den Weg zur Schule anzutreten, darunter für hunderte Erstklässler:innen zum ersten Mal. Um den Sorgen vieler Eltern Rechnung zu tragen und die Sicherheit auf Schulwegen zu erhöhen, beschloss der zuständige Ausschuss des Stadtrates 2024 ein Konzept. Schule für Schule sollten vom Verkehrsdezernat sichere Schulwegpläne erarbeitet werden. Eltern, Kinder und Lehrkräfte dabei intensiv beteiligt werden. Statt den dritten so genannten „Schulwegplan“ vorzulegen, hat der CDU-Dezernent Dominik Geißler unseres Wissens bisher allerdings nichts getan.
Dazu Lea Heidbreder, Co-Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Stadtratsfraktion: „Unser Ziel ist die „Vision Zero“: keine Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr. Dafür braucht es Maßnahmen zur Beruhigung des Verkehrs wie „Schulstraßen“, modale Filter, Schwerpunkt-kontrollen, Straßenumbauten und Angebote wie den „laufenden Schulbus“. Da ist seit Mitte 2024 nichts passiert. Wir fordern von Dominik Geißler nur, dass er seinen Job macht.“
Gerade auf dem Schulweg lauern für Kinder und Jugendliche Gefahrenstellen und Hindernisse. Besonders für Grundschulkinder, die sich im Verkehr noch zurechtfinden müssen, können Situationen im morgendlichen Parksuchverkehr oder blockierte Gehwege gefährlich werden. Insbesondere die „Eltern-Taxis“ führen rund um die Schulen immer wieder zu Verkehrschaos und gefährlichen Situationen.
Im Gegensatz zu Dominik Geißler arbeiten Lena Dürphold (CDU) und Lukas Hartmann (GRÜNE) in ihren Zuständigkeitsbereichen an dem Thema. Das Schulamt (Dezernat III, Dürphold) führt weiterhin den Aktionstag „Sicherer Schulweg“ auf dem Rathausplatz durch. Die Klimastabsstelle (Dezernat II, Lukas Hartmann) hat den „Bicibus“ ins Leben gerufen. Letzterer konnte Dank ehrenamtlichen Engagements zum Schuljahr 2025/2026 sogar ausgeweitet werden.
Um den Verfahrensstand der Schulwegpläne in Erfahrung zu bringen, hat die GRÜNE-Stadtratsfraktion den CDU-Dezernenten Geißler eine Reihe von Fragen zukommen lassen und Berichterstattung im kommenden Stadtrat beantragt.