Im jüngsten Kulturausschuss haben wir uns nach dem aktuellen Stand der Kulturkonzeption für die Stadt Landau erkundigt. Ein entsprechender Antrag unserer Fraktion wurde vom Stadtrat am 20. Mai 2025 beschlossen.
Oberbürgermeister und Kulturdezernent Dr. Dominik Geißler sicherte zu, dass mit der Erarbeitung wie im Stadtrat versprochen im Jahr 2026 begonnen wird. Das Kulturbüro wird nach Möglichkeit schon in der nächsten Ausschusssitzung erste Ideen und Überlegungen zu einem möglichen Prozess präsentieren und zur Diskussion stellen.
Vom Strukturstreit zur Sacharbeit
Wir begrüßen, dass nach dem Hin und Her bei der Umstrukturierung von Kulturbüro, Stadtmarketing und Stadtholding der Fokus im Jahr 2026 auf die inhaltliche Arbeit gelegt wird. Es ist nicht länger akzeptabel, dass vom Dezernenten weiterhin mit Verweis auf organisatorische Hürden die Bearbeitung von Anträgen verzögert und im Ausschuss nur auf wiederholte Nachfrage berichtet wird.
Kommunen sind die wichtigsten Kulturorte in Deutschland. Unser Wunsch ist, dass Kultur und Kulturpolitik in unserer Stadt sichtbarer werden, doch dafür braucht es mehr als nur Verwaltungseffizienz. Nicht zuletzt die jüngste Ausschusssitzung hat gezeigt, dass auf vielen Feldern Diskussionsbedarf besteht und die Vorstellungen von der zukünftigen kulturellen Stadtentwicklung mitunter weit auseinander liegen. Kulturelle Teilhabe und Bildung, Stärkung und Schutz der kulturellen Vielfalt und nicht zuletzt eine auskömmliche Finanzierung von Projekten der Freien Szene – um nur einige Beispiele zu nennen – sind Kernaufgaben kommunaler Kulturpolitik. Diesen Aufgaben müssen wir uns als „Kulturstadt Landau“ endlich stellen und Antworten finden, die zu sichtbaren Ergebnissen in der städtischen Kulturarbeit führen. Wir hoffen das Beste und sind gespannt auf die Vorschläge des Kulturbüros am 20. Mai 2026.
Hintergrund
In der von uns im Mai 2025 beantragten Konzeption sollen die künftigen kulturpolitischen Leitlinien und Handlungsfelder städtischer Kulturpolitik erarbeitet sowie konkrete Ziele und Maßnahmen genannt werden. Durch eine enge Einbindung aller relevanten Akteurinnen und Akteure in diesen Prozess erhoffen wir uns u.a. eine stärkere Ausrichtung des städtischen Kulturauftrags an den tatsächlichen Bedarfen und Bedürfnissen der Landauer Kunst- und Kulturschaffenden sowie eine bessere Berücksichtigung der Wünsche des Kulturpublikums.